DHL Logistics Distribution Centre, Leipzig. (Courtesy of the International Transport Forum, via Flickr. https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/)

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Beschäftigte bei der DHL Hub Leipzig GmbH forderten für Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigte eine Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeit.

Die Arbeitnehmer/innen – Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) – strebten nach einer Arbeitszeitverkürzung von 40 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Fast 70 Prozent der Beschäftigten am Hub Leipzig sind Teilzeitbeschäftigte, die zwischen 22 und 37,5 Stunden pro Woche arbeiten. Für einen Teilzeitbeschäftigten bedeutete die ver.di-Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung um 1,5 Stunden pro Woche eine Entgelterhöhung von 3,9 Prozent.

Nach sechs Verhandlungsrunden zwischen ver.di und DHL konnte am 2. Februar 2016 ein Ergebnis erzielt werden. Mit diesem Tarifergebnis wird die tarifliche Wochenarbeitszeit in zwei Schritten auf 38,5 Stunden reduziert. In einem ersten Schritt erfolgt eine Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit um eine Stunde zum 1. Oktober 2016 auf 39 Stunden. Der zweite Schritt auf dann 38,5 Stunden in der Woche erfolgt zum 1. Januar 2018.

Darüber hinaus konnte erreicht werden, dass die Beschäftigten der DHL Hub Leipzig GmbH im Zeitraum März 2017 bis Juli 2018 drei Einmalzahlungen im Umfang von insgesamt 1.500,- € erhalten; ferner wurde ein Weihnachtsgeld (13. Monatsentgelt) eingeführt.

Die erreichte Verkürzung der Wochenarbeitszeit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt auch für die Ausbildungszeit der Auszubildenden. Zudem werden die Ausbildungsvergütungen um durchschnittlich 3 Prozent angehoben.

Der Tarifabschluss wurde von den Mitgliedern mit Begeisterung aufgenommen.

“Dieser Tarifabschluss ist ein richtiger Schritt. Für Teilzeitbeschäftigte bedeutet die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ein Plus von 3,9 Prozent. Für die Vollzeitbeschäftigten wird die Arbeitsbelastung deutlich und nachhaltig reduziert”, bewertete die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis den Tarifabschluss.